Dual ausbilden. Zukunft gewinnen.

Schulleiter Jan Peter Klemke und Silvia Taudien im Talk
Duale Ausbildung bei der fedaEDU Barcelona: Ihr Schlüssel zu den Fachkräften von morgen
Ein besonderer Abend
An einem Donnerstag im März trafen sich in den Räumen der fedaEDU im Herzen von Barcelona Mitglieder des Foro de Direc-tivas de Personas und Firmenvertreter und Firmenvertreterinnen, die die Vorteile einer dualen Berufsausbildung näher kennenlernen wollten. Langsam füllte sich der Saal. Das Foro de Directivas de Personas wurde auf Initiative von Sylvia Taudien 2010 gegründet. Die Community mit über 400 Frauen aus dem Personalwesen trifft sich, um sich über Trends, Benchmarks und Erfahrungen austauschen. Die fedaEDU hatte eingeladen und sehr viele waren gekommen.
Jan Peter Klemke, der seit drei Jahren die Schule leitet, begrüßte herzlich alle Gäste und freute sich angesichts des gut gefüllten Saals über das große Interesse. Celina Stäubli und Leonor Monje führten durch den Abend. Sylvia Taudien, die 1984 als Expat nach Spanien gekommen war, um ihren Weg in Personal Consulting zu gehen, erklärte ihr Verständnis von gutem Personal-esen: Erstmal Generosität und dann natürlich Netzwerken. Das allseits hochgelobte Networking teilt sich praktisch in drei Profile: die Taker, die nur nehmen, die Matcher, die auf Ausgewogenheit setzen und die Giver, die ohne direkte Gegenleistung helfen. Im Personalwesen sind das gute Ansätze um die Belegschaft zu betreuen.
Bedeutung der dualen Ausbildung
Ina Laiadhi, für Brose und Vizepräsidentin der fedaEDU, begrüßte alle im Namen des Vorstands, der auch fast vollständig anwesend war und schwor alle auf die Wichtigkeit der dualen Ausbildung gerade jetzt ein: „Welches Werkzeug wäre besser geeignet in der aktuellen, hochkomplexen geopolitischen Situation als die multilinguale, duale Ausbildung, um gegen Ignoranz vorzugehen.“ Patrick Heinz, Vizekonsul der Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland, der die Idee für diese gemeinsame Events hatte, erläuterte die Stärken des dualen Ausbildungssystems, das von der Bundesrepublik finanziell in Barcelona als Auslandsschule unterstützt wird und auch für einen europäischen Kulturaustausch steht. Seit dem 19. Jahrhundert ist diese Art der Ausbildung in Deutschland unternehmensübergreifend. „Die Firmen bauen sich dadurch ein gut gewebtes Netz auf, dass sie selbst immer wieder bei Bedarf nutzen können, weil alle daran mitarbeiten und sich dafür einsetzen“. Lehrerin und Dozentin Marcela Soler und Dozent Far-had Djamchidi zeigten die Eckpunkte der deutschen dualen Berufsausbildung: Was beinhaltet sie für Firmen und Schüler und Schülerinnen, welche Vorteile gibt es gegenüber jungen Uni-Abgängern, welche Inhalte werden vermittelt, wie sehen die Abschlüsse aus. Die duale Ausbildung ist eine gesicherte Investition in die Zukunft der Firma, denn etwa 85% der Auszubil-dende bleiben in der Firma, in der sie gestartet haben, weil sie sich dort komplett integriert und ihren Platz gefunden haben.
Alumni berichten
Drei Alumnis (Diana Gonzalez, Hannes Antonio Garbers und Yannick Durá) berichteten von ihren Erfahrungen und den Chal-lenges, die sie durch die Ausbildung an der FedaEDU erhalten haben. Jeder hat bereits eine Karriere gemacht und blieb dem Ausbildungssystem weiterhin besonders verbunden, weil die Stärken unverkennbar sind: Gleich zu Beginn ein umfassender Einblick in die verschiedenen Abteilungen der Firma, bei der sie starten und im zweiten Ausbildungsjahr meist bereits eine Pro-jektarbeit auf einem Gebiet, für das sie sich besonders stark machen wollen. Unisono sagen sie, dass Ausbilden junger Men-schen bedeutet, Verantwortung in und für die Gesellschaft zu übernehmen.
Perspektiven aus der Praxis
Drei Keynote-Speaker von Unternehmen zeigten ihre Perspektive. Amalia Santallusia (ehemalige HR-Leiterin von LIDL) beschrieb sich als absolute Anhängerin dieses Ausbildungssystems, weil es flexibel ist, sich den Anforderungen der Firma besonders gut anpasse und im Geiste der Milleniumsentwicklungsziele stehe. Dr. Albert Peters von der Kanzlei Rödl, der selbst lange Jahre Dozent an der fedaEDU war, hob hervor, dass „der effiziente Austausch von Theorie und Praxis in der Ausbildung den Weg weist.“ Recursos Humanos verstehe das, weil es eine „Investition in die recursos, also die Belegschaft“ ist. Birgit Zondler, Geschäftsführerin von GEZE und Vorstandsmitglied, betont, dass die jungen Leute immer frischen Wind in die Firma bringen. Im ersten Jahr sind sie mit Hilfe von Tutoren in allen Abteilungen unterwegs, was dem häufig anzutreffenden Silo-denken in Firmen entgegenwirkt. Im 2. Jahr haben sie meist ihren Weg eingeschlagen und übernehmen selbst ein Projekt. Im 3. und 4. Jahr – im Falle von Studierenden – sind sie dann bereits Spezialisten, die für eine hohe Synergie stehen. „Die positiven Auswirkungen für jede Firma sind enorm.“
Nach den Kurzvorträgen war Zeit genug, um bei dem von Foro gestifteten Catering alle Fragen zu beantworten. Dieses Netz-werken – sicher im Sinne von Matchers – schafft neue Kontakte und weitere Ideen. Kommen Sie auf uns zu!
Dank geht an alle Helfer und Helferinnen und besonders an die Deutsche Schule Barcelona, die mit Mobiliar großzügig ausgeholfen hat.
Infos
Schlagwörter: FEDA EDU
Share On Facebook
Tweet It































