„Moin Moin“– Hamburger Treff in Barcelona

Hamburger trafen sich in Barcelona.
Von Gaby Goetting
Wer hätte gedacht, dass rund 35 Hamburgerinnen und Hamburger im Großraum Barcelona leben? Beim ersten Hamburger Treff in der Deutschsprachigen Evangelischen Kirchengemeinde in der Calle Brusi kamen viele von ihnen zusammen – und schnell wurde klar: Ein Stück Hamburg lässt sich auch am Mittelmeer wunderbar lebendig halten.
Organisiert wurde das Treffen von Peter Iwen, der die Hamburgerinnen und Hamburger in und um Barcelona in der Evangelischen Kirche zusammengebracht und zu einem zünftigen Matjesessen eingeladen hatte. Unterstützt wurde die Idee von Pfarrer Oliver Spies und Pfarrerin Antje Grambow – beide selbst gebürtige Hamburger, bzw. Wahlhamburger und daher sofort mit Begeisterung dabei.
Auch kulinarisch hatte der Abend einiges zu bieten. Bernd Läufer hatte aus der Hansestadt einen stattlichen geräucherten Aal mitgebracht und natürlich die rote Grütze – ein echtes Stück norddeutsche Heimat. Die passende Vanillesauce steuerte Heike Martínez bei. Die Kosten für den gelungenen Abend teilten sich Peter Iwen und der stets großzügige Detlef Halbach.
Für die musikalische Begleitung sorgte als Gastsänger Hanns Grommes. Er beherrscht ein großes Repertoire an Hamburger Liedern– von Hans Albers bis Lale Andersen. Schunkeln war angesagt. Mit Hamburger Charme sorgte er damit für eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre.
Eine charmante Idee machte den Abend zudem zu einem echten Kennenlerntreff: Nach jedem Gang wechselten die Plätze. So kam man immer wieder mit neuen Menschen ins Gespräch. Dabei wurden erstaunliche Gemeinsamkeiten entdeckt: Etliche der Anwesenden hatten einst die Tanzschule Wendt besucht. Schnell waren die Erinnerungen an frühere Tanzclubs, Kneipen und gemeinsame Zeiten in Hamburg wieder präsent.
Spannend war auch zu erfahren, welche Wege die einzelnen Hamburgerinnen und Hamburger nach Barcelona geführt hatten. Manche leben schon seit vielen Jahren in Spanien, andere sind erst später hierhergezogen. Und natürlich durfte die Frage nicht fehlen: Gibt es nach all den Jahren noch Heimweh nach Hamburg – vielleicht sogar nach St. Pauli?
Spätestens beim abschließenden Eierlikör, ganz im Sinne von Udo Lindenberg, war die Stimmung bestens. Es wurde gelacht, erzählt, gesungen und in Erinnerungen geschwelgt.
Am Ende waren sich alle einig: Dieses erste Hamburger Treffen soll nicht das letzte gewesen sein. Denn eines verbindet die Runde über alle Grenzen hinweg:
„Moin Moin“ bleibt immer im Herzen – auch wenn man längst „Hola“ sagt.

Schlagwörter: Barcelona, Magazin
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