Wanderweg auf 1000 m Höhe
Und das nur 50 km von Barcelona entfernt? Ja, den gibt es! Ausgangspunkt ist die Klosteranlage Montserrat.
Ein Ausflugsziel, das viele wahrscheinlich kennen, aber vielleicht versäumt haben, diesen herrlichen Panoramaweg zu bewandern.
Um größeren Touristenansturm zu umgehen, sollte man die Tour möglichst früh starten und sofern möglich, an einem Wochentag. Am Kloster, welches auf etwa 700m liegt, nimmt man den Funicular San Joan, um die nächste 300m steile Etappe auf die bequeme Art gepaart mit toller Aussicht zu bewältigen. Oben angekommen, wählt man den Wanderweg Richtung Sant Jeroni. Dieser beginnt direkt rechts nach dem Ausstieg aus dem Funicular. Ida y vuelta der Wanderung ist mit 2h10min angegeben. Das variiert natürlich und hängt von der individuellen Gehgeschwindigkeit ab, zumal die pittoreske Berglandschaft des Montserrat immer wieder „Blick- und Fotopausen“ einfordert.
200 Höhenmeter sind bis zum Ziel zu meistern, die Anstiege sind aber moderat, die Wanderung ist auch für Ungeübte (allerdings mit festem Schuhwerk) geeignet. Darüber hinaus wird man für die Anstrengung mehr als belohnt, denn die ständig wechselnden Ausblicke auf die bizarren Felsformationen, das tief unten liegende Kloster, die Kletterer an den Steilwänden oder Richtung Süden, wo sich tief unten die Olivenhaine ausbreiten und im Hintergrund das Meer glänzt, sorgen für so viel Abwechslung, dass man die Füße darüber vergisst. Der schmale Wanderpfad führt zum Teil durch in Fels gehauene Abschnitte, dann wieder wird er eingerahmt von Buchsbäumen, Lorbeer und Steineichen. Mit etwas Glück kann man sogar den iberischen Steinbock mit seinen zwei riesigen gebogenen Hörnern entdecken. Der letzte Abschnitt ist dann etwas beschwerlicher, dafür ist dann das Ziel, der Mirador am Sant Jeroni bei 1231m bald erreicht. Picknickpause, vielleicht abgerundet von einem kleinen Piccolöchen winken als Belohnung. Der Rückweg fällt dann leichter, da es über weite Strecken leicht bergab geht. Zurück zum Ausgangspunkt geht es mit dem Funicular wieder nach unten. Wer Zeit und Lust hat wird sicher auch noch die herrliche Basilika besuchen und die schwarze Madonna bewundern. Mittlerweile kostet der Besuch allerdings Eintritt. Für Residentes ist der Eintritt zum Glück noch kostenlos. Fazit: Ein lohnender Ausflug, den man gerne auch mal wiederholt!
Von Uta Illing, Februar 2026
Schlagwörter: Katalonien, Unterwegs
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