Alberto de Blobs: Kunst als Zuflucht und Ausdruck grenzenloser Freiheit

Montjuic Foto: Blobs
von Yasmina Abd Elrahman, Juli 2026
Der Künstler Alberto de Blobs aus Barcelona fand seinen Weg zur Kunst nicht in einer Akademie, sondern in einer Autowerkstatt. Dort arbeitete sein Vater und dort verbrachte er als Kind viele Stunden. Zwischen Werkzeugen, Motoren und Metallteilen begann er, Figuren aus alten Autoteilen zu bauen. Dabei entwickelte er früh ein Gespür für Materialien, Formen und kreative Prozesse. Die Werkstatt wurde zu seinem ersten Atelier und legte den Grundstein für seinen späteren künstlerischen Werdegang.
Einen weiteren prägenden Einfluss hatte sein Onkel, der als Innendesigner arbeitete. Gemeinsam mit ihm sammelte Alberto erste gestalterische Erfahrungen und begann schließlich zu malen. Gleichzeitig entdeckte er Graffiti für sich und machte die Straße zu einem weiteren Ort seines künstlerischen Ausdrucks. Parallel dazu besuchte er Museen, las intensiv über Kunst und setzte sich immer tiefer mit unterschiedlichen Künstlern und Stilrichtungen auseinander. Für Alberto wurde Kunst schon früh zu einer Sprache, mit der sich Gedanken, Gefühle und Visionen ausdrücken lassen.
Besonders prägend waren seine Reisen nach Paris. Mit etwa zwanzig Jahren besuchte er dort Künstler, deren Werke ihn bereits seit seiner Kindheit fasziniert hatten. Noch bevor er nach Madrid reiste, wurde Paris zu einer entscheidenden Station seiner Entwicklung. Vor allem die lebendige Graffitiszene beeindruckte ihn nachhaltig. Nach seiner Rückkehr experimentierte er mit den Techniken und Ausdrucksformen, die er dort kennengelernt hatte, und entwickelte daraus Schritt für Schritt seine eigene Bildsprache.
Zu seinen wichtigsten Vorbildern zählen Joan Miró und Henri Matisse. Besonders Miró habe ihn tief beeinflusst. Seine Werke habe Alberto intuitiv verstanden und daraus Inspiration für seinen eigenen Stil gewonnen. Regelmäßige Besuche in der Fundació Miró gaben ihm immer wieder neue Impulse und prägte ihn.
Alberto stammt aus einer einfachen Familie. Seit seiner Kindheit ist Kunst für ihn ein Zufluchtsort. Sie habe ihm geholfen, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Kunst bedeutet für ihn, Ideen zu teilen und einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten. Auch Graffiti versteht er als Form der Begegnung. Straßenkunst erreicht Menschen unmittelbar und ist für alle zugänglich, ohne Eintritt oder Barrieren. Was Kunst bedeutet, entstehe immer aus der Intuition der Künstlerinnen und Künstler.
Mit etwa achtundzwanzig Jahren erlebte Alberto einen entscheidenden Wendepunkt. Auf einer Kunstmesse lernte er eine Galerie kennen, obwohl er bis dahin von keiner vertreten worden war. Von diesem Zeitpunkt an konnte er seine Werke regelmäßig verkaufen und seine Laufbahn als professioneller Künstler ausbauen.
Seine Arbeiten beschreibt Alberto als frei, erzählerisch, expressionistisch und symbolisch. Obwohl seine Kunst einen wiedererkennbaren Stil besitzt, verändert sich dieser ständig, weil er sich kreative Freiheit bewahrt. Künftig möchte er verstärkt Installationen realisieren, die ihn zunehmend von der klassischen Leinwand wegführen.
„Die Leidenschaft sollte immer an erster Stelle stehen. Alles andere kommt danach, auch die Angst und die Unsicherheit. Man sollte einfach schaffen und sich nicht ständig mit anderen vergleichen.“
Kontakt:
Instagram: alberto_ordunya
Schlagwörter: Barcelona, Malerei
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