„Die Rückkehr des Flaneurs“
Vor etwa vier Jahren bin ich zum ersten Mal mit dem Begriff des Flaneurs in Berührung gekommen, und zwar durch das Buch „Die Kunst, die Straßen zu lesen“ der valencianischen Philosophin Fiona Songel. Das Wort Flaneur bezieht sich auf den müßigen Stadtspazierer, der die Stadt beobachtet und sich ganz dem Eindruck des Augenblicks hingibt. Obwohl es seinen Ursprung in Paris hat, sahen auch andere Autoren die Stadt Berlin als günstig für diese Aktivität an.
Fasziniert von dieser großartigen Idee (die über das einfache Sightseeing hinausgeht) setzte ich meine Suche fort und stieß auf die Dissertation von Miguel Grijalba Uche. Seine Studie mit dem Titel „Ästhetik der Langeweile: Flaneur, Vagabund, Dandy“ beginnt mit der Unterscheidung zweier Arten von Langeweile. Einerseits die Überdrüssigkeit, die der Mensch angesichts einer eintönigen Umgebung empfindet, und andererseits die Langeweile im Sinne eines existenziellen Unbehagens. An dieser Stelle hält er inne, um die Figur des Flaneurs zu entwickeln und dessen Praxis als Rettung vor dieser Langeweile zu verteidigen.
Ob dies nun das Ziel der Flaneurie ist oder nicht, es scheint mir ein guter Vorwand zu sein, um Menschen dazu zu motivieren, Barcelona aus einer anderen Perspektive zu betrachten, und obwohl es für diese Generationen nicht einfach ist, eine Stadt zu betrachten, ohne auf Technologie zurückzugreifen, kann man diese Praxis dennoch genießen. Ein möglicher Einstieg könnte darin bestehen, die Straßen mit einer einfachen Karte zu erkunden, wie zum Beispiel der literarischen Karte von Barcelona, die ihr in Papierform in den Bibliotheken von Barcelona erwerben könnt, oder für die digital affinen Flaneure über diesen Link:
https://ajuntament.barcelona.cat/ciutatdelaliteratura/ca/barcelona/mapa-literari
Von Cristina López, April 2026
Schlagwörter: Barcelona, Literatur
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