Frauen machen Jazz für Europa

Fem(ale) Jazz: ein europäisches Konzert, organisiert von Institut Français, dem Goethe Institut Barcelona, dem Istituto Italia-no di Cultura Barcelona im Cluster EUNIC, Foto: laiadina
Von Kati Niermann
Am 9. Mai war Europatag und wie könnte man diesen Tag besser feiern als mit Musik. Bereits seit mehreren Jahren gibt es am Europatag in Barcelona das Konzert Fem Jazz, katalanisch „wir machen Jazz“, aber auch als Abkürzung für Female Jazz, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Frauen in dieser Stilrichtung zu fördern und ihnen in Barcelona eine Plattform zu bieten.
Das Institut Français, das Goethe Institut und das Istituto Italiano di Cultura Barcelona, die sich zu dem Cluster EUNIC vereint haben, um die europäische Kultur in Barcelona zu fördern, hatten in Kooperation mit dem ESMUC, der Escola Superior de Música de Catalunya, gemeinsam mit der Oficina Barcelona des Europäischen Parlaments zu einem Jazz-Konzert eingeladen. Eigentlich sollte es eine Open-Air-Veranstaltung werden, doch das fiel buchstäblich ins Wasser. Das Institut Français stellte kurzerhand seinen Saal zur Verfügung und rettete die Kunst vor dem Regen.
Viele verschiedene europäische Organisationen haben sich für dieses Ereignis zusammengetan, und auch die Mischung der Künstlerinnen war europäisch. So spielten die deutsche Saxofonistin Anna-Lena Schnabel, die bereits mehrfach in der Elbphilharmonie aufgetreten ist, und die italienische Schlagzeugerin Francesca Remigi, die seit 2021 bei zahlreichen bedeutenden Jazz Festivals zu hören war, zum Gesang der Französin Caloé Barbillon, die bereits zwei Platten veröffentlicht hat. Mit diesen renommierten Größen standen drei Studentinnen des ESMUC auf der Bühne: Clara Mas brillierte an der Querflöte, Coro Parellada an der Gitarre und eine beeindruckende Lola Ybran am Kontrabass. In unterschiedlichen Sprachen und auf unterschiedlichen Niveaus war es nicht einfach, für die Musikerinnen ein gesamtes Konzert zu erarbeiten, zumal sie aufgrund der Anreise aus ganz Europa nur einen Tag Zeit hatten, gemeinsam zu proben. Das Ergebnis war überwältigend. Die Musikerinnen hatten hart gearbeitet, um uns mit eigenen Kompositionen in einem wirklich anspruchsvollen Konzert zu verwöhnen. Jede Künstlerin bekam ihren eigenen Raum, um ihr Können im Zusammenspiel, aber auch solo unter Beweis zu stellen. Nach jedem Solo gab es donnernden Applaus und die Studentinnen standen den professionellen Künstlerinnen in nichts nach. Eine gelungene europäische Zusammenarbeit vereint in der gemeinsamen Sprache der Jazz-Musik.
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Schlagwörter: Barcelona, Frauen Europa

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